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Video

Memory Walk Kiew - Holodomor Denkmal

„Memory Walk“ in Kiew 12.12.14 – 17.12.14

In Kiew begaben sich sieben Ukrainer/-innen und sieben Deutsche beim Memory Walk auf die Spurensuche historischer Denkmäler. Sie diskutierten, was diese für sie bedeuten und befragten Passanten/innen danach, wie sie diese Denkmäler wahrnehmen. Quasi nebenbei kamen sie dabei auch ins Gespräch über die Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern und unterschiedliche Sichtweisen auf historische und gegenwärtige, politische Ereignisse.

Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit den Familiengeschichten, Fragen von Menschenrechtsverletzungen sowie mit Fragen der Erinnerungskultur in der Ukraine und Deutschland. Kiew ist ein interessanter und spannender Ort mit alter und reicher Geschichte, die man überall sieht. Doch was wissen die Kiewer und seine Gäste über die Denkmäler und die Erinnerungsorte der Stadt? 

Für unsere „Memory Walk“ Clips wurden folgende Denkmäler und Erinnerungsorte ausgewählt: 

"Heaven Hundred Heroes"- Straße neben dem Majdan

Anatoliy-Kusnetzow-Denkmal neben Babyn Jar 

Holodomor-Denkmal auf dem Platz der St. Michaels Monastery;

Die Teilnehmenden arbeiteten in multikulturellen Teams. Sie lernten die Geschichte dieser Erinnerungsorte näher kennen, bezeichneten problematische Fragen und übten, wie man mit einer Kamera beim Drehen umgeht.  Bei dem Aufzeichnen der Interviews zu den Denkmälern wurden interessante Fragen aufgeworfen, die die Teilnehmenden den Passanten neben den Denkmälern und Erinnerungsorten stellten. 

 „ Hat das Kreuz im Holodomor-Denkmal einen religiösen Hintergrund?“  

 „Wieso hat man diesen Standort (neben St. Michaels Monastery) für das Holodomor- Denkmal gewählt?“

„Ist der Name „Heaven Hundred Heroes“ angemessen für diese Straße?“

„Ist diese spezielle Ehrung für die Opfer der Majdan passend?“

„Wie hat sich wohl das Leben für einen 14-jährigen 1941 in Kiew angefühlt?“

Wir möchten euch die Ergebnisse unseres Seminars präsentieren, um euch die Möglichkeit zu geben, einen Eindruck der Stadt, der Leute und der Erinnerungskultur in der Ukraine zu bekommen.

Am Ende des Projektes sagten alle Teilnehmenden:

„Wir sind verantwortlich dafür, unsere Erinnerungen zu bewahren.“

Die Videos sind auf Englisch und Ukrainisch.

Gefördert wird es im Programm „MEET UP! Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ).
(Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der Stiftung EVZ dar. Für inhaltliche Aussagen trägt der Autor die Verantwortung.)

Querverweise

Schlagworte:  Memory Walk, FSJ Politik und Ukraine

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