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Überwachungskamera - Foto: Chris Chidsey / sxc.hu

Veranstaltung

Gibt es ein Leben „Post Privacy“?

Netzpolitischer Salon zu Privatsphäre, Datenschutz und Überwachungsstaat
Merseburg, Offener Kanal, und auf www.mitmachnetz.net | Mittwoch, 9. Juli 2014 - 19:00

Der NSA-Abhörskandal hat zu heftigen öffentlichen und politischen Diskussionen geführt. Während Teile der Internet-Community schon lange dafür plädieren, der Privatsphäre weniger Bedeutung beizumessen, befürchten andere das Ende des freien Internet, wenn ein Großteil der Bevölkerung bespitzelt wird. Wie eine offene Gesellschaft im digitalen Zeitalter funktionieren kann, diskutieren wir live im Offenen Kanal in Merseburg und per Kommentar unter dieser Seite oder rechts auf dieser Seite, per www.fb.com/mitmachnetz und Twitter (#Mitmachnetz).

mit Anne Roth (http://annalist.noblogs.org/about/) und

Michael Seemann (http://mspr0.de/?page_id=3264).

Foto: Chris Chidsey / sxc.hu

Programm

18.30 Ankommen

19.00 Begrüßung, Beginn der Diskussion und Liveübertragung im Offenen Kanal Merseburg-Querfurt und auf www.mitmachnetz.net, Tobias Thiel, Ev. Akademie Sachsen-Anhalt

19.05 Online-Input „Über das Leben ‚Post Privacy‘ und den Umgang mit dem Kontrollverlust“, Michael Seemann, Blogger und Autor, Berlin

19.15 Online-Input „Wie das Wissen über die Totalüberwachung meine Kommunikation verändert?“, Anne Roth, Netzaktivistin, Bloggerin und Redakteurin, Berlin

19.25 Diskussion mit den Referenten/innen und dem Publikum vor Ort. Fragen aus dem Netz werden per Netzanwalt eingespeist.

19.50 Abschlussrunde

19.59 Ende der Live-Übertragung

20.00 Zeit zum Gespräch vor Ort

Ende gegen 20.30

Die Zeitangaben sind ungefähre Angaben und können sich verschieben. Lediglich der Beginn und das Ende der Liveübertragung sind fixe Zeiten.

Informationen

Anne Roth ist Medien- und Netzaktivistin und im Juli 2007 als Partnerin von Andrej Holm ins Licht der Öffentlichkeit geraten, der eines morgens um 7 Uhr in ihrer gemeinsamen Wohnung als Terrorist festgenommen wurde. Danach begann sie, über das Innenleben einer Terrorismus-Ermittlung zu bloggen. Nach Juli 2007 fand die Bundesanwaltschaft nichts, was den Vorwurf erhärtet hätte und stellt die Ermittlung 2010 ein. Sie schreibt vor allem über Überwachung, Terrorismus und Extremismus, über Medien, Netzpolitik, Hacktivism und Feministisches. Ihr Geld verdient sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Redakteurin beim Tactical Technology Collective. (Quelle: http://annalist.noblogs.org)

Michael Seemann, geboren 1977, studierte Angewandte Kulturwissenschaft in Lüneburg. Seit 2005 ist er mit verschiedenen Projekten im Internet aktiv. Er gründete twitkrit.de und die Twitterlesung, organisierte verschiedene Veranstaltungen und betreibt den populären Podcast wir.muessenreden.de. Anfang 2010 begann er das Blog „CTRL-Verlust“ zuerst bei der FAZ, seit September auf eigene Faust, in dem er über den Verlust der Kontrolle über die Daten im Internet schreibt. Normal bloggt er unter mspr0.de und schreibt unregelmäßig für verschiedene Medien wie RollingStone, ZEIT Online, SPEX, SPIEGEL Online, c’t und das DU Magazin. Er hält Vorträge an Universitäten und wissenschaftlichen Konferenzen zu seinen Themen “Kontrollverlust” im Internet, “Plattformneutralität” und der “Queryology“. (Quelle: http://mspr0.de)

Querverweise

Schlagworte:  #digitalistbesser und Social Media

Video

Netzpolitischer Salon: Gibt es ein Leben "Post Privacy"?

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Kommentare

Ich freue mich schon. Praktisch kann man ja auch heute gern viel von sich preisgeben, aber dass die NSA das dann auch alles gleich speichern will und muss, verstehe ich trotzdem nicht.

Wenn die Überwachung kontrolliert werden soll, wer überwacht dann die Überwachung und die Überwachung der Überwachung? - Das kann leider nicht die Lösung sein!

@Annika Potz, darüber haben wir noch im Nachgespräch gesprochen. Anne Roth sieht gute Ansätze von Kontrolle in unserer Gesellschaft, deren Umsetzung allerdings noch stark verbesserungswürdig ist. Dazu gehört, dass es eine richterliche Entscheidung für längere Haft braucht, aber auch das Parlemtarische Kontrollgremium, das die Geheimndienste kontrollieren soll. Michael Seeemann spricht sich deshalb dafür aus, dass alle Sitzungen von Kontrollgremien öffentlich übertragen werden. In dem die Kontrolle öffentlich wird, ist sie weniger anfällig für Missbrauch.

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