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Minehandy - die Spielstationen

Im beiliegenden Spiel „MineHandy“ begibt man sich als Spieler*in in die Rolle eines/einer Journalist*in, der/die vier Stationen des Lebenszyklus eines Handys besucht: eine Zinnmine auf der Insel Bangka in Indonesien, eine Kupferschmelze in Mufulira in Sambia, eine Handyfabrik am Stadtrand von Shanghai sowie eine Elektroschrottmüllhalde am Stadtrand von Accra in Ghana. Die Spielfigur hat dabei unterschiedlichen Aufgaben zu lösen und begegnet Arbeiter*innen und Anwohner*innen. Je nach Erfahrung mit Minecraft variiert die Dauer des Durchspielens von „MineHandy“ zwischen 30 und 45 Minuten.

Auf einer Urlaubsreise mit Zwischenstopp in Ghana entdeckt der Journalist eine Müllhalde mit Elektroschrott, u.a. mit Handys aus Europa. Er beschließt der Geschichte der Handys auf den Grund zu gehen. Der Redakteur seiner Zeitung ist begeistert von der Idee und sendet ihn auf die Reise zu den Spuren der Handyproduktion, begonnen beim Rohstoffabbau. Mit dem Flugzeug (siehe Bild) macht er sich auf den Weg nach Indonesien. Auf der Insel Bangka in Indonesien wird Zinn abgebaut. Der Journalist erkundet zunächst den Zinnabbau an Land. Arbeiter*innen berichten ihm von den Bedingungen des Abbaus z.B. von der Gefahr, in den Minen verschüttet zu werden. Auch den Abbau auf dem Wasser lernt der Journalist kennen und erhält die Aufgabe, selbst nach Zinn zu tauchen. Die Recherche zum Rohstoff Kupfer führt den Journalisten nach Sambia. In der Stadt Mufulira trifft er auf eine Kupferschmelze. Die Luft im Ort ist durch die Abgase der Fabrik schwer mit Schwefel belastet. Arbeiter*innen berichten ihm, dass viele Familien im Ort an Asthma leiden. Auch die Produktionsbedingungen im Zusammenbauen von Handys schaut der Journalist sich an. In einer Handyfabrik in China sucht er den dienstältesten und dienstjüngsten Mitarbeiter und erfährt z.B. von dem großen Druck, den die Arbeiter*innen durch ihre Aufseher*innen ausgesetzt sind. Zum Abschluss seiner Recherchen kehrt der Journalist an den Ausgangspunkt seiner Artikel-Idee, die Elektroschrott-Müllhalde in Ghana, zurück. Er erfährt, dass auch Kinder auf der Halde arbeiten. Sie versuchen etwas Geld zu verdienen, in dem sie Metalle aus dem Schrott zurückgewinnen, aber gefährden ihre Gesundheit. Der Weg über die gefährliche Müllhalde wird auch für den Journalisten zur Herausforderung, die er nur mit gekonnten Sprüngen bewältigen kann. Zurück im Büro seines Redakteurs wird der Journalist für den gut recherchierten Artikel gelobt. Der Artikel konnte viele Leser*innen auf die Probleme in der Handyproduktion aufmerksam machen. Um den Erfolg des Artikels zu feiern, hat der Redakteur alle Gesprächspartner*innen zu einem Fest vor dem Redaktionsgebäude eingeladen. Hier trifft der Journalist seine neu gewonnenen Freunde aus Indonesien, Sambia, China und Ghana bei einem großen Feuerwerk wieder.

Querverweise

Schlagworte:  MineHandy, Minecraft/ Minetest und #digitalistbesser

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Kooperationspartner

Das Projekt "MineHandy" wurde im Rahmen der Handyaktion NRW und in Kooperation mit dem Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene und dem Amt für Jugendarbeit der Ev. Kirche von Westfalen durchgeführt.

Ausgezeichnet

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Friedenstaube für Menschenrechtsbildung ...mehr

...weitere Auszeichnungen

Zitate

"Ich fand es toll, dass einige unserer Wünsche für die Stadt auch tatsächlich wahr wurden."

Rauha, 11 Jahre, Teilnehmerin der Kinderakademie "Wir haben Rechte"

Gefördert durch:

Ein Großteil der Jugendbildung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

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