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Bericht

Jugend übt Demokratie – ein deutsch-litauisches Projekt

Junge Leute können aktiv und über Ländergrenzen hinweg Jugendprojekte anschieben und darüber in Erfahrungsaustausch miteinander treten.

Das haben in den zurückliegenden Monaten Jugendliche aus Wittenberg und Umgebung gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Litauen demonstriert. Im Mai dieses Jahres waren die insgesamt zwölf Jugendlichen einer Einladung der Evangelische Akademie und der Jugendinitiative YOUTH BANK Wittenberg gefolgt und hatten sich auf den Weg nach Litauen gemacht. Vor Ort und in der Diskussion mit jungen Litauerinnen und Litauern wurde es dann schnell konkret: im Rahmen einer Zukunftswerkstatt machten sich die jungen Leute wechselseitig mit ihren Vorstellungen und Erfahrungen in puncto Projektarbeit bekannt und arbeiteten zusammen Themen heraus, um diese dann in den jeweiligen Heimatorten zeitnah in konkrete lokale Projekten münden zu lassen.

Erste Ergebnisse der gemeinsamen Überlegungen wurden in den nächsten Monaten in die Tat umgesetzt: Die jungen Leute verabredeten ein Zeichen in eigener Sache zu setzten: Um Jugendliche zu verstärkter Beteiligung und Vertretung ihrer Interessen zu animieren, riefen sie für den 23. August einen Flashmob – ein plötzliches Stillhalten – aus. Und zwar grenzübergreifend, ging die ungewöhnliche Aktion doch zeitgleich in den Innenstädten von Wittenberg, Aschersleben, Kuršenai, Vilnius und Klaipeda vonstatten. Außerdem fand Anfang September in Kuršenai ein Informationsabend zu Rassismus und Diskriminierung statt und die deutschen Teilnehmenden luden zu einer Podiumsdiskussion „gegen rechts“ ein.

Ende September wartete dann die Gruppe engagierter litauischer Jugendlicher mit ihrem Gegenbesuch in Wittenberg auf, um sich über Jugendbeteiligung in Deutschland und der Region Wittenberg zu informieren. Dabei standen u.a. ein Besuch des Bundestages in Berlin sowie der Servicestelle Jugendbeteiligung auf dem Programm.

Mit Hilfe des Internets und regelmäßigen Telefonaten und Chats via Skype und ICQ riss auch zwischen den beiden Treffen der Gesprächsfaden unter den Jugendlichen nie ab. Alle Beteiligten konnten auf der Projekthomepage Texte, Bilder und Kommentare über laufende Projekte einstellen. In den Wochen nach der Begegnung in Litauen avancierte die Homepage zum stark frequentierten Medium des Informations- und Erfahrungsaustauschs. Alle Veranstaltungen und Aktivitäten wurden mit einem kurzen Text, Videos und Fotos dokumentiert.

Den direkten Kontakt zwischen den Jugendlichen kann aber keine noch so moderne Kommunikationselektronik ersetzen. Für das nächste Jahr 2009 haben die jungen Leute aus der Region Wittenberg und aus Litauen jedenfalls eine Fortsetzung des Projektes beschlossen, werden also über weitere jugendpolitische Projekte miteinander im Gespräch bleiben. Nicht nur, aber auch per Internet. Nähere Informationen und Berichte auf der Projekthomepage: www.network-in-action.net

Querverweise

Schlagworte:  Litauen, Jugendbegegnung und International

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Zitate

"Wenn Politiker und Bürger sich nicht mehr verstehen, dann steht das System in Frage. Deshalb ist das Thema Sprache und Politik für die Demokratie so wichtig!"

Johannes Neumann, Freiwilliger der Ev. Akademie im FSJ-Politik, im Wittenberger SuperSonntag vom 01.07.2012

Gefördert durch:

Ein Großteil der Jugendbildung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

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