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Bericht

Dokufilm "Gewendete Leben" beim einheitspreis eingereicht

Seit Monaten liegen mir meine Kollegen in den Ohren damit: "Reich mal den Gewendete Leben - Film beim einheitspreis ein." Ich war immer ein wenig grantig - das Projekt ist lange her, ich kenn es gar nicht, warum habt ihr es denn nicht schon längst eingereicht, ich hab echt anderes zu tun! Aber im Sommerloch, als die Buchhalterin und ich die Akademie für uns alleine hatten - da hab ich es mir dann doch mal angeguckt. Und was ich sah, hat mich begeistert!

Zwei Jahrzehnte nach der Friedlichen Revolution interviewten junge Menschen aus Ost und West Menschen aus ihren Regionen zu ihren persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen an die Friedliche Revolution 1989. Den Film zu gucken und die Berichte der Seminarteilnehmer zu lesen war überhaupt nicht "Arbeit" für mich.

Seit meinem Studium in Jena fand ich es schon spannend, die Ein-wenig-Älteren zu fragen, ob sie eigentlich schon immer das gemacht haben, was sie jetzt machen. Oft kamen da die abenteuerlichsten Geschichten raus: Eine Verwaltungschefin wollte eigentlich Goldschmiedin werden, eine Tagungsassistentin war mal Spitzen-Volleyballerin, und so weiter.

Im Film kamen wieder diese ganz normalen Menschen, deren Leben durch die Ereignisse durcheinander gerüttelt wurde. Eine Politik- und Geschichte-Lehrerin hat mich beeindruckt. Die wurde richtig sauer, als sie nach der Wende erfahren hat, was man ihr alles NICHT gesagt hat während des Studiums.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Ev. Akademie der Pfalz durchgeführt und hatte jede Menge interessante Projektpartner. Alle zusammen haben wir nun den Film beim einheitpreis der Bundeszentrale für politische Bildung eingereicht.

Im September bekommen wir Bescheid - drückt uns die Daumen!

Querverweise

Schlagworte:  DDR, Wende und Geschichte

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