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Robin May bei seiner Danksagung

Bericht

Robin May - Junger Europäer des Jahres

Ehrenamtlicher Jugendlicher für sein europäisches Engagement geehrt.

Auf Einladung der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa kamen am späten Nachmittag des 29. August über 100 Menschen in die Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin, um zwei Menschen zu ehren, die sich für Europa verdient gemacht haben. Eine Jury aus jungen Menschen vergab den Preis "Europäer des Jahres 2012" an Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Mit dem Preis "Junger Europäer 2012" wurde der aus dem Landkreis Wittenberg stammenden Robin May (24) für Projekte ausgezeichnet, die er gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. durchgeführt hat.

Matthias Peschke, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, würdigte Mays Engagement. Dies begann bei der Freiwilligen Feuerwehr in Möllensdorf. Über die Gründung der Youthbank und der Servicestelle Jugendbeteiligung erwarb er sich das Know How für spätere Projekte auf europäischer Ebene. Unterstützung für seine Projektideen fand er dabei immer wieder bei der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. Besonders hob Peschke hervor, dass Robin sich immer weiterentwickelt habe und nie vor neuen Herausforderungen zurückgeschreckt sei. "In der Jurysitzung haben wir auch geschaut, welcher Bewerber weiter in diesem Feld aktiv sein wird. Da haben wir uns einstimmig für Robin entschieden", ergänzt er.

May dachte in seiner Danksagung vor allem an die ungarischen Partner seines aktuellen Projekts zur politischen Satire. "Ich komme gerade aus Budapest zurück und habe dort erlebt, dass Oppositionelle von einer paramilitärischen Gruppe bedroht wurde", führt er aus. Auch sei es eine Schande, dass in einem Land der Europäischen Union Regierungspolitiker Juden und Zigeuner beleidigen. Außerdem verwies der Politikstudent aus Halle darauf, dass sein Engagement nur durch die Förderung aus dem Jugendprogramm der EU möglich gewesen sei, das deshalb unbedingt als eigenständiges Förderinstrument fortgeführt werden müsse.

Tobias Thiel, Studienleiter an der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. hatte Robin May für diese Ehrung vorgeschlagen. "Ich freue mich, dass die hochkarätig besetzte Jury meiner Einschätzung gefolgt ist. Seit Beginn meiner Zeit in Wittenberg war Robin ein guter Partner für Jugendprojekte. Wenn man sich die letzten acht Jahre anschaut, hat Robin jedes Jahr wenigstens ein Projekt initiiert und durchgeführt. Außerdem habe er seit seinem Freiwilligendienst beim litauischen Partner der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e.V. eine europäische, aber für Jugendliche in ihrem Alltag erlebbare, Dimension in all seine Projekte integriert.

Den Abend schloss der Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments mit einem Plädoyer für eine politische Europäische Union ab, für das er viel Applaus erhielt. Er betonte, Europa sei nicht unumkehrbar. Kritiker sollten deshalb immer auch die Alternativen beschreiben. Für ihn gäbe es aber nur den Weg zu einer echten europäischen Gemeinschaft mit einer europäischen Regierung.

Im Anhang der Mail finden Sie ein Foto von der Preisverleihung, den Ablaufplan der Veranstaltung sowie die Empfehlung von Tobias Thiel für den Preisträger Robin May, die Matthias Peschke fast wörtlich in seiner Laudatio zitierte.

Bei Rückfragen:
Tobias Thiel, thiel@ev-akademie-wittenberg.de

Querverweise

Schlagworte:  Politik, Europa und Auszeichnungen

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"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."

Aristoteles

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Ein Großteil der Jugendbildung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

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