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Ein Quiz zum Arbeitsalltag in der Pflege

Bericht

Kontroverse Diskussionen und eine top-vorbereitete Begegnung in den Pfeifferschen Stiftungen

Am 25.06.2013 hatten die Pflegeschüler_innen der Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg ihren „großen Tag“ der Begegnung mit Herrn Bischoff (Bündnis 90/ Die Grünen) und Herrn Schwenke (CDU). Auch wenn die Planungen hierzu schon eine Weile zurücklagen, waren die Auszubildenden top vorbereitet und hoch motiviert. Zwei Stunden sollten die Politiker Rede und Antwort stehen und waren von dem Engagement der Jugendlichen begeistert. „Ein geniales Projekt“ bekräftigte Herr Bischoff zum Abschluss, als er noch neugierig in der Auswertungsrunde blieb und den Eindrücken der Azubis folgte.

Schon um 8:30 Uhr trafen sich die Auszubildenden und begannen die Räume vorzubereiten, die Moderation nochmals einzuüben und das anschließend geplante Buffet herzurichten. Pünktlich um 10 Uhr startete die Begegnung, welche durch Herrn Christoph Radbruch, Leiter der Pf. Stiftungen, mit herzlichen Worten eingeleitet wurde. Frau Heinze, Schulleitung der Krankenpflegeschule, brachte nochmals verstärkt zum Ausdruck, wie stolz sie auf ihre Schüler_innen sei, zumal das Hochwasser in den vergangenen Tagen große Anstrengungen und Aufmerksamkeit seitens der Auszubildenden mit sich brachte.

Zunächst wurde ein Rollenspiel von Schülerinnen präsentiert, welches die aktuelle wahrgenommene Krankenhaussituation zum Ausdruck brachte: Notstand im Pflegebereich; unfreundlicher sozialer Umgang zwischen Ärzt_innen und Krankenschwestern; Überbelegung und stressige Arbeitsatmosphäre. Diese Sequenz war ein wunderbarer Einstieg in die einstündige Diskussion, welche von der Auszubildenden Wiebke hinsichtlich der Themen Arbeitsbedingungen und finanzielle Situation grandios begleitet wurde.

Herr Schwenke und Herr Bischoff waren sich keinesfalls in ihren politischen Lösungsansätzen einig. Doch nannten sie ähnliche Schwerpunkte, welche sie als Erfahrungs- und Lernwert mit in ihren politischen Alltag nehmen: Herrn Bischoff wurde die notwendige gesellschaftliche Anerkennung des Pflegeberufes nocheinmal bewusst und er will sich für eine gerechte Entlohnung einsetzen. Ihm ist es wichtig, den Beruf der Kranken- und Altenpflege gleichrangig stärker auf politischer Ebene hervorzuheben, um auch mehr Männer zu einer Ausbildung zu bewegen. Herr Schwenke betonte, dass auch ihm die Verbesserung der finanziellen Situation ein Anliegen sei und möchte die Wertigkeit des Pflegeberufs innerhalb seiner Einflussbereiche in der Kommunalpolitik in Magdeburg zu verbessern. Nach dieser hitzigen Diskussion präsentierten die Azubis ein Quiz und ließen die beiden Politiker gegeneinander antreten. Hinzukam eine Übung, in der beide aufgefordert waren, Personen in Krankenhausbetten umzubetten; im Anschluss daran erfolgte eine Auswertung hinsichtlich ihrer Professionalität und Richtigkeit.

In ihrem Feedback zeigten sich einige Jugendliche beeindruckt von dem aufgeschlossenen Umgang, mit der ihnen von Seiten der Politiker in verschiedenen Situationen begegnet wurde und sie gaben an, dass das Projekt Anreize zu einer vertieften Beschäftigung mit politischen Fragen gegeben hätte. Deutlich wurde der drängende Wunsch nach einer zeitnahen Veränderung der Rahmenbedingungen ihrer Arbeit. Eine Begegnung wie die geschehende und das Äußern der eigenen Meinung durch die Azubis kann hier nur ein erster Schritt sein.

Querverweise

Schlagworte:  Azubis und Azubis treffen Politik

Projekte:  wählerIsCH

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