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Design Walk 2010: Analog VS digital - CC BY-NC-ND 2.0: Charis Tsevis https://www.flickr.com/photos/tsevis/

Bericht

Digitale Medien in der Konfi-Arbeit

Bei Jugendlichen, also auch bei Konfirmandinnen und Konfirmanden (Konfis), sind digitale Medien weit verbreitet und werden viel genutzt (vgl. JIM Studie 2014). Über 80 Prozent der Jugendlichen in dem Alter besitzen ein Smartphone. Weit über die Hälfte spielt mehrfach in der Woche elektronische Spiele. Während Computerspiele eine Domäne der Jungen sind, ziehen die Mädchen bei den Handyspielen nach. Als wichtigste Funktion dieser Medien beschreiben sie die Kommunikation miteinander, z.B. über WhatsApp und ähnliche Werkzeuge. Und sogar Spiele haben Chat-Funktionen, in denen man Spielstrategien besprechen, aber auch über Freunde und Hausaufgabe reden kann.

Im Rahmen einer Fortbildung des PTI der EKM und der Landeskirche Anhalts für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Konfi-Arbeit haben wir in die digitalen Lebenswelten Jugendlicher eingeführt, Praxisbeispiele aus unserer Arbeit gezeigt und Ideen und Methoden und ihre (medien)pädagogischen Potenziale präsentiert (pdf, 870 KB). Neben unseren Minecraft-Projekten gehörte ein Trickfilm (Machinima) über den richtigen Weg zum Glück, der mit dem Computerspiel "Die Sims" erstellt wurde, und eine Google-Map mit Orten Jugendlicher zu den vorgestellten Beispielen. In Kurzworkshops erörterten die Teilnehmenden die Möglichkeiten und entwickelten u.a. diese Ideen für die Konfi-Arbeit:

  • Konfis bauen Orte in Minecraft, an denen ihnen Gott begegnen kann oder die ihnen aus anderen Gründen für ihre Spiritualität besonders wichtig sind.
  • Konfis erstellen eigene Minispiele in Minecraft, sogenannte Adventure-Maps, die von anderen Konfis oder auch konfessionell nicht gebundenen Jugendlichen gelöst bzw. durchgespielt werden können. Thematisch ist dabei fast alles denkbar. Angedacht ist z.B. eine Schatzsuche.
  • "Sims"-Film, wenn Konfis das Spiel ohnehin spielen.
  • Konfis entwickeln einen Geocache zu ihrer Kirche und veröffentlichen ihn in der Geocaching-Community. Dafür müssen sie relevante Informationen sammeln und daraus eine Beschreibung erstellen, einen Platz zum Verstecken des Caches finden und die GPS-Koordinaten erheben und veröffentlichen.
  • Mit der App "Aurasma" beschreiben Konfis ihre Kirche. Dazu fotografieren sie relevante Einrichtungsgegenstände und erstellen eine Beschreibung dazu. Besucherinnen und Besucher der Kirche können dann ihre Handykamera auf diese Orte halten und ihnen werden weitere Inhalte zu diesen Orten eingeblendet (Augmented Reality).
  • Mit dem Teamerkreis darüber sprechen, welche digitalen Medien sie nutzen und welche Spiele sie spielen, und anschliessend im Team Konzepte entwickeln.

Foto: CC BY-NC-ND 2.0: Charis Tsevis - https://www.flickr.com/photos/tsevis/

Veranstaltung

Minecraft & Co – die Welt spielend gestalten und verstehen

Demokratie in Kinderschuhen VII | Lutherstadt Wittenberg, Evangelische Akademie | Donnerstag, 28. Mai 2015 - 17:00 bis Sonntag, 31. Mai 2015 - 13:00

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Video

Die Sims - der richtige Weg zum Glück

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Die Elbe - ein Minecraft-Krimi

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Bericht

Junge Vorschläge für den Wittenberger Grüngürtel

In den nächsten Jahren sollen neben der Sanierung diverser Gebäude auch die Parkanlagen, die die Wittenberger Altstadt umgeben, neu gestaltet werden.

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Zitate

"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Dem Sokrates zugeschriebenes Zitat

Gefördert durch:

Ein Großteil der Jugendbildung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt findet im Rahmen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt und wird im Rahmen des KJP vom BMFSFJ gefördert.

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